Lernreise: Einstieg und erste Schritte

Kapitel 2:
Warum dein Geld auf dem Konto schläft

Die Girokonto-Falle

Lesedauer: 5 Minuten

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Girokonto: Fast keine Zinsen, echter Wertverlust

Du schaust auf dein Konto: 5.000 Euro. Alles gut, oder? Falsch. Wenn Preise durch die Inflation steigen, verringert sich die Kaufkraft deines Geldes. Deine 5.000 Euro werden so rechnerisch weniger wert, auch wenn sich dein Kontostand nicht verändert.

Bei einer Inflation von aktuell rund 3 Prozent (Mai 2026) hast du nach 10 Jahren nur noch etwa 3.722 Euro. Gehörst du zu den Millionen Deutschen, die ihr Geld auf ihrem Girokonto schlafen lassen?

Inflation frisst eine Banane pro Tag

Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt langfristig eine Inflation von 2 Prozent pro Jahr an, aktuell liegt die Inflation in Deutschland aber bei rund 3 Prozent (Mai 2026). Schon dieses eine Prozent macht auf Dauer einen spürbaren Unterschied:

Bei dem EZB-Inflationsziel von 2 Prozent verlierst du bei 10.000 Euro auf dem Girokonto rund 55 Cent Kaufkraft pro Tag – ungefähr der Preis einer kleinen Banane.

Das summiert sich …

  • nach einem Jahr auf rund 200 Euro. Verbleibende Kaufkraft: rund 9.800 Euro.
  • nach fünf Jahren auf rund 961 Euro. Verbleibende Kaufkraft: rund 9.039 Euro.

Bei 3 Prozent Inflation verliert das Guthaben von 10.000 Euro rechnerisch rund 82 Cent Kaufkraft pro Tag – etwa so viel wie eine Bio-Banane kostet.

Das summiert sich noch sehr viel stärker …

  • nach einem Jahr auf rund 300 Euro. Verbleibende Kaufkraft: rund 9.700 Euro.
  • nach fünf Jahren auf rund 1.374 Euro. Verbleibende Kaufkraft: rund 8.626 Euro.

Hinweis:
Die Werte zeigen den Kaufkraftverlust – also wie viel du dir real noch leisten kannst. Der Kontostand bleibt nominal weiterhin bei 10.000 Euro.

Dein Ausstieg aus der Girokonto-Falle

Lege zwei bis drei Monats­gehälter als Notgroschen zur Seite. So, dass du jederzeit darauf zugreifen kannst – etwa auf ein Tagesgeld­konto. Dein restliches Geld schichtest du in ein Depot um. Als Anlage­horizont bei Wertpapieren empfehlen sich mindestens 5 bis 7 Jahre. 

Eine Möglichkeit: S-Neo in der App Sparkasse. Dort kannst du einmalig investieren oder mit einem Sparplan monatlich einzahlen. Mit S-Neo kannst du in Einzelaktien, aktiv oder passiv gemanagte Fonds wie ETFs, Anleihen oder Edelmetalle investieren. Am besten breit gestreut, um das Risiko zu verteilen.

Notgroschen

Kosten im Blick behalten

Girokonten mit hohen Gebühren? Wechseln. Tagesgeld mit Lockangeboten, die nur wenige Monate gültig sind? Alternativen suchen. Jeder Euro zählt.
Was ist, wenn du noch Schulden hast? Darum geht es im nächsten Kapitel.

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